Telefonie im CRM, anrufen und protokollieren aus Kore heraus
Kore telefoniert aus dem Browser. In der Arbeitsliste und am Lead steht ein Anrufknopf, ein Panel begleitet das Gespräch, und dort trägt der Anrufer danach Gesprächsart, Ergebnis und Notiz ein. Am Lead landet der Anruf als eigener Eintrag im Verlauf. Rufnummern und Gesprächsarten pflegt der Mandant selbst; die Einrichtung führt durch fünf Schritte.
Wie telefoniert man aus Kore heraus?
Über einen Knopf an zwei Stellen: in der Arbeitsliste der Pipeline und am Lead. Ein Klick baut das Gespräch im Browser auf. Ein Telefon auf dem Schreibtisch oder ein zweites Programm daneben braucht dafür niemand, ein Mikrofon schon.
Der Knopf sagt immer, woran er ist. Drei Fälle, keiner davon stumm:
| Lage | Was der Knopf tut |
|---|---|
| Telefonie nicht freigeschaltet | er erscheint gar nicht |
| keine Rufnummer am Datensatz | er ist inaktiv und trägt den Grund an sich |
| Telefonie noch nicht eingerichtet | er bleibt anklickbar, die Antwort kommt im Panel |
Der dritte Fall ist Absicht. Ein hier vorweggenommenes Ausgrauen wäre eine zweite, ratende Kopie der Einrichtungsprüfung, und wer den Knopf drückt, soll erfahren, was fehlt, statt auf ein graues Feld zu sehen.
Jeder Anruf beginnt mit einem Klick. Eine Warteschlange, die von selbst zum nächsten Kontakt weiterschaltet, gibt es nicht.
02Was passiert während des Gesprächs?
Neben der Liste öffnet sich ein Panel und begleitet den Anruf durch seine Zustände:
| Zustand | Bedeutung |
|---|---|
| Wird verbunden | der Auftrag ist raus, der Anbieter wählt |
| Es klingelt | die Gegenseite wird gerufen |
| Verbunden | das Gespräch läuft, mit Dauer und Stummschaltung |
| Gespräch beendet | aufgelegt, das Protokoll steht offen |
Der Browser schickt die Zielrufnummer nicht mit. Gewählt wird auf dem Server, aus dem gespeicherten Datensatz heraus; im Panel steht die tatsächlich gewählte Nummer deshalb nur mit ihren letzten vier Stellen. Kein Aufrufer kann also bestimmen, wen Kore anruft.
03Wo landet das Ergebnis?
Im selben Panel, direkt nach dem Auflegen. Erfasst werden Gesprächsart, ob die Person erreicht wurde, eine Notiz und, am Lead, der Zustand, den er danach trägt. Dazu lässt sich aus dem Panel heraus eine Wiedervorlage setzen.
Am Lead ist die Zustandsauswahl keine feste Liste, sondern zeigt die Zustände der Phase, in der der Lead gerade steht, so wie der Mandant sie angelegt hat. Führt eine Phase gar keinen Zustandssatz, wie im Auslieferungsstand „Neu“ und „Verloren“, steht dort der Grund statt eines leeren Kachelblocks.
Protokollieren darf, wer angerufen hat. Das ist nicht selbstverständlich: Der reguläre Weg verlangt das allgemeine Bearbeitungsrecht am Lead, und ein Opener, der anruft und terminiert, hat es oft nicht. Das Recht hängt deshalb an der eigenen, tatsächlich gewählten Anrufzeile, gilt 24 Stunden und umfasst Phase, Zustand und Wiedervorlage. Nichts sonst.
Am Lead hinterlässt jedes gesicherte Gespräch außerdem einen eigenen Eintrag im Verlauf. Sein Text entsteht aus Gesprächsart, Ergebnis und Notiz.
04Welche Rufnummer wählt Kore?
Ein Mandant kann mehrere ausgehende Rufnummern hinterlegen. Höchstens eine davon ist Standard, jede einzelne lässt sich abschalten. Gewählt wird mit der Standardnummer; ist sie abgeschaltet, mit der ersten aktiven. Ohne aktive Nummer kommt kein Anruf zustande – und wer die letzte abschalten will, bekommt vorher eine Rückfrage.
Entfernen lässt sich eine Nummer nur, solange sie noch kein Gespräch getragen hat. Die vertippte oder zum Prüfen eingetragene verschwindet damit aus der Liste, die benutzte bleibt und lässt sich abschalten. Sonst zeigten Protokolleinträge auf eine Nummer, die es nicht mehr gibt.
Die Nummer, mit der Kore anruft, wird auch zurückgerufen. Diese eingehenden Anrufe nimmt Kore nicht an; für sie gehört beim Anbieter eine eigene Ansage oder Weiterleitung hinterlegt.
05Wozu dienen Gesprächsarten?
Sie sind die Auswahl im Anrufprotokoll und gehören dem Mandanten. Jeder startet mit vier: Erstkontakt, Nachfassen, Abschluss und Rückruf. Umbenennen und Ergänzen geht jederzeit.
Eine Art lässt sich auch abschalten. Sie wird dann nicht mehr neu vergeben, und bereits protokollierte Anrufe behalten sie – eine alte Auswertung bleibt damit lesbar.
06Wie wird Telefonie eingerichtet?
Sie braucht ein eigenes Konto bei einem Telefonie-Anbieter. Kore führt in fünf Schritten hindurch, und jeder Schritt nennt, wo der gesuchte Wert beim Anbieter steht:
- Konto – die Zugangsdaten des Anbieterkontos.
- Schlüsselpaar – Kennung und Geheimnis für den Zugriff.
- Anwendung – die Anwendung beim Anbieter, in der die Rückruf-Adresse aus Kore eingetragen wird.
- Rufnummer – mindestens eine aktive Absendernummer.
- Prüfung – der Abgleich gegen das Anbieterkonto.
Die Reihenfolge ist nicht beliebig: Erst das gespeicherte Konto erzeugt die Adresse, die in Schritt 3 beim Anbieter hinterlegt wird. Jeder Schritt trägt einen von drei Zuständen – fehlt, vorhanden und geprüft, vorhanden aber beanstandet. Abgeleitet wird der Fortschritt aus den gespeicherten Werten; es gibt kein Häkchen, das eine fertige Einrichtung behaupten könnte, während sie es nicht ist.
Der letzte Schritt ist Pflicht und mehr als eine Anwesenheitskontrolle. Kore fragt beim Anbieterkonto nach: Es vergleicht die dort hinterlegte Adresse mit der erwarteten, prüft deren Aufrufmethode und hält die aktiven Rufnummern gegen die Nummernliste des Kontos. Der Unterschied ist praktisch: Wer eine Kennung zurückkopiert, aber die Adresse beim Anbieter einzutragen vergisst, hätte sonst „eingerichtet“ gelesen und stumm scheiternde Anrufe bekommen.
Rufnummern und Gesprächsarten stehen unter „Einstellungen → Telefonie“, die Zugangsdaten liegen bei den übrigen Zugängen unter „Einstellungen → API-Verwaltung“. Beides sehen nur Inhaber und Administratoren.
07Was passiert mit den Zugangsdaten?
Geheim sind zwei davon: der Auth-Token des Kontos und das Geheimnis des Schlüsselpaars. Beide liest Kore nie zurück. Der Status sagt zu ihnen nur, dass sie gesetzt sind; der Wert erscheint nirgends, auch nicht gekürzt aus der Mitte. Wer eines von beiden vergisst, trägt es neu ein.
Die Konto-Kennung und die Kennung der Anwendung stehen dagegen offen im Formular. Sie stehen auch beim Anbieter offen – die Konto-Kennung geht bei jedem Aufruf dorthin als Anmeldename mit. Sie zu verdecken hätte niemanden geschützt und jeden gezwungen, beide neu zu tippen, sobald er nur den Token wechselt.
Der Zugang lässt sich auch wieder entfernen. Rufnummern und Gesprächsarten überstehen das: Sie hängen am Mandanten, nicht am Zugang.
08Was passiert mit einem Anruf, zu dem nichts mehr kommt?
Vier verschiedene Ursachen hinterlassen dasselbe Bild – eine tote Rückruf-Adresse, eine falsche Signatur, ein schweigender Anbieter, ein weggebrochener Browser. Ohne Gegenmaßnahme stünde so ein Eintrag dauerhaft da und wäre von einem laufenden Gespräch nicht zu unterscheiden.
Kore setzt ihn deshalb nach zwei Stunden auf einen eigenen Endzustand. Er bleibt dabei unterscheidbar von einem Anruf, den der Anbieter selbst als gescheitert gemeldet hat: „es kam nie etwas“ und „es ist schiefgegangen“ sind zwei verschiedene Auskünfte. Gemessen wird ab dem spätesten Zeitpunkt, zu dem nachweislich noch etwas geschah, damit ein langes Gespräch nicht mitten im Reden für verfallen gilt.
09Wer darf anrufen, und wer sieht die Anrufe?
Anrufen folgt der Sichtbarkeit, nicht dem Bearbeitungsrecht. Wer einen Kontakt oder einen Lead sehen darf, darf ihn anrufen – ein Opener am Telefon braucht dafür keine Schreibrechte am Datensatz. Und wer den Datensatz sieht, sieht auch dessen Anrufe.
Beides entscheidet die Datenbank und nicht die Oberfläche.
10Was passiert beim Löschen?
Wird ein Kontakt oder ein Lead gelöscht, fallen Rufnummer und Notiz der zugehörigen Anrufe. Was stehen bleibt, ist die Kennung des Anrufs beim Anbieter – und das ist kein Rest, sondern der Zweck.
Das Anrufprotokoll liegt nämlich auch dort, mit der Rufnummer. Löschte Kore seine Anrufzeilen mit, verlöre es die Kennung und könnte den Eintrag beim Anbieter nie mehr benennen. Die Nummer bliebe dort liegen, dauerhaft, und niemand wüsste, welcher Datensatz zu löschen wäre. Eine Kaskade würde die Löschung also verhindern statt sie zu erfüllen.
Wer, wann und wie lange telefoniert hat, bleibt in Kore nachvollziehbar. Wie viele Anrufe dabei geleert wurden, steht im Protokolleintrag der Löschung.
Häufige Fragen
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Brauche ich ein Telefon oder eine zusätzliche Software?
Nein. Das Gespräch läuft im Browser, in dem Kore ohnehin offen ist. Nötig ist ein Mikrofon, also in der Regel ein Headset. Fehlt es oder verweigert der Browser den Zugriff, sagt das Anruf-Panel genau das.
Wo steht der Anrufknopf?
An zwei Stellen, in der Arbeitsliste der Pipeline und am Lead. Ist am Datensatz keine Rufnummer gespeichert, ist der Knopf inaktiv und nennt den Grund an sich selbst, für Mauszeiger und Vorlesehilfe. Ist Telefonie für den Mandanten nicht freigeschaltet, erscheint er gar nicht.
Wer darf ein Gespräch protokollieren?
Wer angerufen hat. Das Recht hängt an der eigenen, tatsächlich gewählten Anrufzeile und gilt 24 Stunden. Es reicht genau so weit wie nötig, nämlich auf Phase, Zustand und Wiedervorlage des Leads, sonst nichts. Damit kann auch jemand protokollieren, der den Lead sonst nur sehen darf.
Mit welcher Rufnummer ruft Kore an?
Mit der Standardnummer des Mandanten. Ist sie abgeschaltet, mit der ersten aktiven. Es muss auch gar keine Standardnummer geben; dann wählt Kore ebenfalls mit der ersten aktiven. Ohne aktive Nummer kommt kein Anruf zustande.
Lässt sich eine Rufnummer wieder entfernen?
Nur, solange sie noch kein Gespräch getragen hat. Eine Nummer mit Anrufprotokoll bleibt in der Liste und lässt sich abschalten, dann wählt Kore nicht mehr mit ihr. Andernfalls zeigten Protokolleinträge auf eine Nummer, die es nicht mehr gibt.
Nimmt Kore auch eingehende Anrufe an?
Nein. Die Nummer, mit der Kore anruft, wird auch zurückgerufen – diese Anrufe nimmt Kore nicht entgegen. Für sie gehört beim Anbieter eine eigene Ansage oder eine Weiterleitung hinterlegt.
Was passiert mit dem Anrufprotokoll, wenn ein Kontakt gelöscht wird?
Rufnummer und Notiz der zugehörigen Anrufe werden geleert, die Anruf-Kennung bleibt stehen. Ohne sie wäre der Eintrag beim Telefonie-Anbieter nicht mehr auffindbar, und dort läge die Rufnummer dann dauerhaft weiter. Wer wann wie lange telefoniert hat, bleibt in Kore nachvollziehbar.